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Fliege

CK-Fan

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1

Dienstag, 21. Februar 2012, 23:19

Eiseninfusionen-wann?welcher Arzt? Kosten?

Hallo liebes Forum,

ich war lange nicht hier... :gruebel: aber mich gibts noch...! :smile:

Aber ich habe hier nur Theater... :heul: Bin im Dezember mit meinem M.Crohn in der Ambulanz der Uniklinik hier gelandet.Da Azathioprin aus mehreren Gründen bei mir problematisch ist laufen gerade Voruntersuchungen für die Teilnahme an der Studie mit den Eiern des Schweinepeitschenwurms.Soweit so gut.Habe einen chronisch aktiven Verlauf, aber zur Zeit keinen akuten Schub.
Jetzt hat mein Rheumatologe Ende Januar einen Eisenmangel im Blut festgestellt.Der Ferritinwert ist deutlich erniedrigt, liegt nur noch bei ca. 5, die Anämie bisher aber nur sehr leicht ausgesprägt.Der Rheumatologe plädiert auch bei diesen Werten schon für eine Eiseninfusion, macht sie aber selbst nicht.Die Gastroenterologen der Klinikambulanz wollen mir keine Infusionen geben mit der Begründung bei meinen Werten muss man noch keine Infusionen geben.Dabei habe ich denen deutlich mitgeteilt, dass ich orales Eisen schlecht vertrage und sich die Darmentzündungen darunter verschlimmern!!! Und bei meinem letzten Gastroenterologen bei dem ich aber nicht mehr bin ging es auch bei diesen Werten mit einer Infusion Ferinject-trotz noch normalem Hb-Wert.
Meine Hausärztin würde auch Infusionen geben-aber dort müsste ich alle komplett selbst bezahlen und sie würde pro Infusion nur eine Ampulle 50mg Ferinject geben. :frag: Bei dem letzten Gastroenterologen bekam ich eine Ferinject Infusion mit 500mg und die hat dann ca. 8 Monate gehalten und ich hatte nur die normale Zuzahlung für das Rezept und musste nicht alles komplett selbst bezahlen.

Also ich versteh jetzt gar nichts mehr.Was soll das alles???Warum muss ich die Infusionen bei dem einen Arzt komplett selbst bezahlen und bei dem anderen nicht? Und warum gibt der eine 50mg Ferinject und der andere 500? Und warum sagt der eine erst ab einem Hb Wert von unter 10 gibts Infusionen und der andere gibt sie bereits wenn nur der Ferritinwert erniedrigt ist?

Und an welchen Arzt kann ich mich sonst wenden wenn es Gastroenterologen nicht tun? Hämatologen?Und muss man da auch die Infusionen komplett selbst bezahlen?

Sorry für die vielen Fragen hier-aber ich habe seit fast zwei Jahren nur Stress mit den Gastroenterologen. :heul:

LG Fliege

Inaala

CK-Fan

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2

Mittwoch, 22. Februar 2012, 03:35

Zum Problem der Kostenübernahme kann ich Dir nicht sagen, da habe ich nie ein Problem... aber zur Darreichungsform von Ferinject (ich hole das immerselbst aus derApo, daher weißich, wie das aussieht):Ferinject gibt´s in 50mg-Ampullen, das stimmt. Es handelt sich aber um eine Injektions- oder Infusionslösung, d.h. die 50mg werden entweder gespritzt oder aber in eine NaCl-Infusion gegeben und dann infundiert. Letzteres war vermutlich bei Dir der Fall, deswegen sah es nach soviel mehr aus :zwinker:. ein 2ml-Fläschchen enthält 100mg Eisen, ein 10ml-Fäschchen dementsprechend 500mg... d.h. wenn Du die 10ml-Ampulle bekommst, dann hast Du die 500mg Eisen "intus".
Amicum esse unum animum in duobus corporibus

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Belly (22.02.2012), Die Elfe (23.02.2012)

Shpresa

CK-Gelegenheitsposter

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3

Mittwoch, 22. Februar 2012, 07:13

Hallo Fliege,

ich habe diese Ampullen mit Eisen auch bekommen. Musste ich auch selbst bezahlen, aber die sind, soweit ich mich erinnern kann, nicht so teuer. Bei mir wars so, dass ich dann jede Woche kurz zu meinem Gastro bin und der hat mir die dann gespritzt. Hab das gut vertragen und bin wieder viel fitter geworden. Ich hoffe, du findest schnell eine Lösung! Gute Besserung!

Chiapas

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4

Mittwoch, 22. Februar 2012, 08:16

Hallo Fliege,

ich bekomme nach einer Darm-OP jetzt vom Hausarzt Ferrelecit 62,5mg per Injektion. Ich bekomme sie vom Hausarzt verschrieben,
hole sie aus der Apotheke (6 Ampullen pro Rezept ) und bekomme sie dann ebim Hausarzt gespritzt. Habe gerade die 3. Packung geholt. In den ersten 4 Wochen habe ich 3 Spritzen pro Woche bekommen, jetzt noch einmal 6 Wochen lang je eine Spritze pro Woche, um den Eisenspeicher voll zu machen. Ich bezahle unter die Rezeptgebühren.

LG. Heidrun

Belly

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5

Mittwoch, 22. Februar 2012, 15:11

Leider gibt es da noch keine einheitliche Regelung, ab welchem Ferritinwert und welchem Hb Eisen infundiert werden soll, sodass das sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Ich bekomme Eisen schon, wenn mein Ferritin zu niedrig ist und mein Hb so langsam abfällt. Nun habe ich gerade gelernt, dass man ab einem Ferritin unter 100, auch ohne Hb-Erniedrigung Eisen verabreichen sollte. Ob das demnächst in die Leitlinie mit einfließt, weiß ich nicht, hoffe ich aber, weil ich denke, dass man so die Lebensqualität vieler CEDler ganz schön anheben könnte. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal ein Ferritin über 100 gehabt hätte, aber ich weiß, wie viel besser es mir nach einer Eiseninfusion geht.

Mittlerweile gibt es zahlreiche kleinere Studien, die zeigen, dass Eisen oral eine Entzündung anfacht, sodass ich keine Tabletten mehr anfasse, zumal ich's ohnehin nicht vertrage :keineahnung: . Ich hab übrigens auch 500 mg bekommen - bei manchen Präparaten rennt man da ja sonst hundert mal hin, bis die Speicher wieder voll sind, nee, danke. Achja, bei mir macht das mein Gastro und ich bezahle für eine Infusion die 10 Euro Rezeptgebühren. Wär sonst auch ein bissl heftig, weil so eine Ampulle fast hundert Euro kostet!

Viel Erfolg, dass du noch an deine Eiseninfusion kommst. Belly
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Connykati

CK-Grünschnabel

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6

Mittwoch, 22. Februar 2012, 22:29

Hallo ihr Lieben, hallo Fliege,

ich bekomme mein Eisen auch durch Infusionen, aber fragt mich nicht, in welcher Dosis - da hab ich bisher noch nie drauf geachtet oder meine Ärztin gefragt :patsch:
Jedenfalls lag mein Wert Anfang Januar bei gerade mal 6,0 und seitdem bekomme ich zweimal wöchentlich von meiner Hausärztin eine Infusion sowie Vitamin B12. Oral vertrage ich es schlecht und nehme es außerdem nicht mehr auf, da ich seit September 2011 meinen völlig zerstörten Dickdarm "in Rente geschickt habe" und seitdem ein Stoma habe.
Mir wurde also mein kompletter Dickdarm entfernt und nun fehlt mir also der Darmabschnitt, um Eisen und Vit. B12 überhaupt aufnehmen zu können, daher gehts bei mir nur als Infusion.

Außer der üblichen Zuzahlung von max. 10 Euro pro Rezept muss ich aber nichts bezahlen - das wär ja auch noch schöner, schließlich brauchen wir es ja.

Und mein Weert ist seitdem immerhin von 6,0 auf nun 10,0 gestiegen :hurra:
Normalwerte liegen aber so zwischen 12 und 16, also ein bisschen besser können sie ruhig noch werden. Fühl mich auch noch etwas schlapp und ausgelaugt, aber mir geht es schon wesentlich besser als Anfang Januar, wo ich aufgrund des sehr niedrigen Spiegels schon Herzprobleme hatte :daumenr:

Also, sprich mal deinen Hausarzt darauf an.

Viele liebe Grüße,
Connykati :love-ck:

Fliege

CK-Fan

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7

Donnerstag, 23. Februar 2012, 00:17

Hallo an alle,

vielen Dank für Eure Antworten!

@Inaala,

ja genau-das war eine Infusion die ich bekommen hatte-500mg Eisen in 250 ml NaCl-Lsg.

@Belly,

genau das dachte ich mir schon, dass die Sache mit den Eiseninfusionen nicht einheitlich geregelt ist.Meine Hausärztin erzählte mir mal, dass Infusionen erst ab einem Hb-Wert von 8 von den Krankenkassen erstattet werden.Gelesen habe ich mal, dass ab einem Hb-Wert von unter 10 Infusionen gegeben werden sollten.Jeder sagt und schreibt und tut was anderes.Und letztes Jahr wurde meine Infusion ja auch von der Kasse bezahlt-trotz noch normalem Hb-Wert.

Bei meinem Gastro hat sich das wohl erledigt.Ich hatte Mitte Februrar an ihn ein kurzes Fax geschickt in dem ich erwähnte dass mein Rheumatologe einen Eisenmangel festgstellt hat und gefragt habe ob es möglich ist beim Gastro eine Infusion zu bekommen, da ich orales Eisen schlecht vertrage und mein Rheuamtologe keine Infusionen gibt.Ich schrieb dann noch dass ich die Blutwerte nachfaxe da ich sie zu dem Zeitpunkt noch nicht hatte.Am nächsten Tag bekomm ich einen Anruf: "Wenn Ihr Rheumatologe einen Eisenmangel festgestellt hat soll er Ihnen was zum Substituieren geben, denn Ihre Werte sind ja noch nicht so schlecht, dass man das Eisen infundieren muss."

Woher wollen die das wissen, wenn denen die Blutwerte überhaupt nicht vorgelegen haben??? Ich hatte dann jetzt dem Gastro noch mal eine Mail geschickt in der ich nochmal kurz erläuterte warum ich eine Eiseninfusion möchte und habe die Blutwerte vom Rheumatologen mitgeschickt.
Und was ist jetzt? Ich bekomme keine Antwort von ihm!

Meine Hausärztin hat mir auch schon ihr Ultimato gesagt-dass ich pro Infusion ca. 30 Euro bezahlen müsste.Und eine Infusion hätte dann 50 mg Eisen! Ich glaub ich spinne! Ich bekomme gerade mal Sozialhilfe, da ich ja erwerbsunfähig geschrieben bin.

Bleibt mir wohl nur noch der Hämatologe.Was für ein Theater wegen so einer Kleinigkeit! :wut:

LG Fliege